Errare humanum est. - Irren ist menschlich.

Montag, Dezember 22, 2008

Das Ende des Defätismus

Am Anfang geht es. Das Jetlag hält einen auf Trab; man spürt nicht was abgeht. Dann, nach ein zwei Tagen, sieht man seine Freunde und die freuen sich, dass man sich wieder sieht. Schön. Das lenkt ab. Erst nach einer Woche, wenn das alles wieder den altbekannten Trott bekommt, merkt man wo man ist, was man macht und das es immer noch so ist, wie in einem Alptraum. Alles grau, Regen, Schnee, Nebel, Dunkelheit, borniertes Schwarzsehen, Negativität. Es geht einem nicht mehr gut. Gar nicht. Es wird schlimmer. Das Wetter, die Leute. Stress. Grau in Grau, verbissene Gesichter, Schiefgängigkeitsprinzip. Heruntergezogene Mundwinkel, blasse Menschen, die gegen den grauen Hintergrund verschwinden und von ihm aufgesogen werden.

Irgendwann, nach 2-3 Wochen schlimmer Emotionen, wird man auch aufgesogen und fängt an es nicht mehr zu spüren. Man gehört wieder dazu. Man hat zu lange dort gelebt, und der alte Trott holt einen ein. Man beginnt wieder mit der Masse, dem grauen Hintergrund zu verschmelzen. Der alte Schwarzseher kommt wieder hoch. Jedes Gespräch mit anderen, jede Berührung mit Negativismus, führt tiefer ins Bodenlose. Es gibt gar keinen Boden mehr. Wann ist endlich unten?

Aber man merkt es. Immer wieder dieses Gefühl, dass es nicht das Ende sein muss. Das irgendetwas ganz falsch ist und das es besseres gibt. Mach es, geh, ruft es!

Dann merkt man den Unterschied. In einem Land, in dem die Sonne scheint; in dem die Menschen oberflächlich sind, aber nicht so verbissen, nicht so verhärmt. Und wenn man dann ein paar Stunden in der Sonne umherdüst, dann versteht man erst wieder, welcher Hölle man entflohen ist. Und wenn es geht, dann sollte man nicht mehr in diese andere Welt zurück – auch nicht kommunikativ. Es muss ein Ende des Negativismus erreicht werden.

Sonne statt grau in grau. Lächeln statt sorgenvolles Gesicht. Weg mit den Schiefgängigkeitsprinzip, was nur zu einem führt: nämlich, dass es schief geht! Es muss ein Ende des Defätismus geben und es wird eines geben: in der Sonne!